Die Ausgliederung befindet sich in der finalen Prüfungsphase.
Der zweite Versuch des BSV Kickers Emden, die Regionalliga-Mannschaft in eine GmbH auszugliedern, befindet sich aktuell in der abschließenden Prüfung durch das Amtsgericht Aurich. Das Gericht forderte Ende Dezember noch Stellungnahmen zu zwei Punkten an: zur formgerechten Einladung der Mitgliederversammlung am 18. September 2025 sowie zur Werthaltigkeit der einzubringenden Sacheinlage. Die erforderlichen Unterlagen, inklusive eines Gutachtens eines externen Wirtschaftsprüfers, wurden fristgerecht eingereicht.
Die Ausgliederung ist für den Verein wichtig, um frühzeitig und verlässlich für die neue Saison planen zu können, insbesondere im Hinblick auf Sponsorenverträge und die sportliche Ausrichtung. Der erste Ausgliederungsversuch im Jahr 2024 war gescheitert, da es einen nicht heilbaren Formfehler bei der Übernahme der Gründungskosten gab und Zweifel bestanden, ob die 1. Herrenmannschaft den notwendigen Mindestwert von 25.000 Euro hatte.
Nach dem Rückzug einer Beschwerde beim Oberlandesgericht gründete Kickers Emden eine GmbH mit 25.000 Euro Stammkapital. Die Mitgliederversammlung stimmte im September 2025 erneut dafür, den Spielbetrieb der Regionalliga-Mannschaft künftig über diese GmbH abzuwickeln. Dafür beantragte der Verein eine Kapitalerhöhung, um den gesamten Regionalliga-Bereich in die GmbH zu übertragen.
Das Amtsgericht prüft nun erneut formale Aspekte, insbesondere die fristgerechte Einladung zur Mitgliederversammlung. Sollte diese fehlerhaft gewesen sein, könnten die Beschlüsse anfechtbar oder sogar nichtig sein, was eine erneute Abstimmung nötig machen würde. Der Verein zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass dies nicht erforderlich sein wird.
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