Rückschlag für die Ausgliederung – Amtsgericht lehnt Eintragung ab
Kickers Emden hat bei der geplanten Ausgliederung der Profimannschaft in eine GmbH einen erneuten Dämpfer erhalten. Das Amtsgericht Aurich hat am 11. Februar 2026 den Antrag auf Eintragung ins Handelsregister kostenpflichtig zurückgewiesen. Damit ist auch der zweite Versuch des Vorstands vorerst gescheitert.
Hauptkritikpunkt des Gerichts ist die fehlende „Werthaltigkeit“ der eingebrachten Werte. Die Annahme, dass Kickers mindestens drei Jahre in der Regionalliga und anschließend zwei Jahre in der 3. Liga spielen werde, wurde als rein hypothetisch bewertet. Zudem wurden angesetzte Spielerwerte, die sich auf transfermarkt.de stützten, vom Gericht nicht anerkannt, da deren Bewertungsmethoden nicht nachvollziehbar seien.
Der Verein kann innerhalb eines Monats Beschwerde einlegen – zuständig wäre dann das Oberlandesgericht Oldenburg. Laut Vorsitzendem Hendrik Poppinga arbeiten Juristen und Berater bereits an weiteren Gutachten, um die Werthaltigkeit nachzuweisen.
Die für den 24. Februar angesetzte Mitgliederversammlung wurde abgesagt, da sie nur vorsorglich einberufen worden war.
Wie Investor Henning Rießelmann auf die neue Situation reagiert, ist noch offen. Gespräche zur Kaderplanung für die kommende Saison liegen derzeit auf Eis. Rießelmann erklärte, er müsse die Entwicklung zunächst sacken lassen und sich mit seinem Team abstimmen.
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